Die sieben Arten der Ruhe / Erholung

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Für viele von uns bringt die Covid-Pandemie zusätzlichen Stress zu allem, was du persönlich bei der Arbeit oder zu Hause erlebst. Die Wahrheit ist, dass viele von uns das fühlen, was als "Krisenermüdung" bezeichnet wird. Mit anderen Worten, unser Körper ist zwar in der Lage, mit vorübergehenden Belastungen umzugehen, wenn der Druck jedoch konstant hoch bleibt, kann er überwältigend sein und es kann zu kleinen Beschwerden, aber auch zu schwerwiegenden Erkrankungen wie z.B. einem Burnout kommen. Wenn du dich erschöpft oder einfach nur müde fühlst und du merkst, dass Schlaf allein nicht ausreicht, um dich wieder fit zu fühlen, benötigst du eventuell eine andere Art der Ruhe.

Als Menschen brauchen wir sieben verschiedene Arten der Ruhe bzw. Erholung, um uns wirklich ausgeruht zu fühlen. Dies ist nicht mein eigenes Konzept, sondern die Arbeit von Dr. Saundra Dalton-Smith aus ihrem Buch ♦Sacred Rest: Recover Your Life, Renew Your Energy, Restore Your Sanity. Ich finde dieses Konzept besonders in dieser Zeit sehr wichtig. Was sind laut Dr. Dalton-Smith die sieben Typen der Ruhe?

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Körperliche Ruhe

Körperliche Ruhe ist die häufigste Art von Ruhe, an die wir denken, wenn wir uns müde fühlen. Wenn du deinen Körper sehr beansprucht hast, braucht er Zeit, um sich zu erholen. Ruhe dich aus, mache erholsames Yoga oder mache einen Spaziergang im Freien. Wenn du Schwierigkeiten hast, einzuschlafen oder durchzuschlafen, solltest du evtl. mal daran denken kurzfristig eine sanfte und biologische Einschlafhilfe wie z.B. Baldrian-Dragees einzunehmen.

 

Mentale Ruhe

Wenn du tagsüber Schwierigkeiten hast, dich zu konzentrieren, benötigst du möglicherweise mentale Ruhe. Diejenigen von uns, die Schwierigkeiten haben, ihr Gehirn „abzuschalten“, sind besonders anfällig für mentale Müdigkeit. Bildschirmzeit jeglicher Art wie Fernsehen, Handy oder PC, erschwert das Abschalten des Gehirns erheblich. Schalte deine Geräte 30 bis 60 Minuten bevor du zu Bett gehst aus, um deinen Geist zu entspannen.

 

Soziale Ruhe

Selbst die kontaktfreudigsten Extrovertierten stellen manchmal fest, dass sie eine Pause von ihren Mitmenschen brauchen. Soziale Ruhe ist wichtig, weil sie uns Zeit für eine Selbstreflexion gibt, ohne von anderen abgelenkt zu werden. Verbringe einige Zeit damit, um z.B. ein Buch zu lesen, ein Tagebuch zu führen oder einfach mal allein – ich verspreche dir, dein Körper wird es dir danken.

 

Kreative Ruhe

Kreative Ruhe ist eng mit geistiger bzw. mentaler Ruhe verbunden, aber es ist nicht dasselbe. Kreativität lebt davon, Dinge anders zu sehen als andere, und es ist schwierig, dies zu tun, wenn du dich darauf konzentrierst, Dinge zu erschaffen, an die du bereits gedacht hast. Sich eine Zeit kreativer Ruhe zu gönnen bedeutet, sich etwas Zeit zu nehmen, um damit aufzuhören und stattdessen zu beobachten, zu denken, zu protokollieren, zu erkunden. Möglicherweise hast du eine Reihe neuer Ideen zur Umsetzung, ein neues Projekt oder eine neue Aufgabe. Schreibe deine Gedanken dazu auf, damit du sie nicht vergisst und ruhe dich dann erstmal aus. Lade deinen kreativen Akku auf, bevor du neu durchstartest.

 

Emotionale Ruhe

Wenn du unter emotionaler Erschöpfung leidest, stellst du möglicherweise fest, dass deine Toleranz gegenüber starken Gefühlen viel geringer ist als früher, dass du leichter die Beherrschung verlierst oder dass du die Tränenschwelle schneller als gewöhnlich erreichst. Es kann sich auch als körperliche Müdigkeit, Ablenkung und mangelnde Motivation manifestieren. Um diese Symptome zu lindern, versuche, wenn möglich, einige emotionale Auslöser aus deinem Leben zu entfernen. Social Media ist eine großartige Sache, aber in Zeiten emotionaler Überforderung ist es sinnvoll diese Kanäle zu reduzieren, da es sich um eine Flut von Emotionen anderer Menschen handelt, oftmals auch von negativen. Gib dir den Raum, in dem du nicht auf die Emotionen anderer reagieren musst und in dem du allein sein kannst, um deine eigenen Emotionen und Gefühle zu verarbeiten.

 

Spirituelle Ruhe

Wir alle streben danach, dass unser Leben einen Sinn und Zweck erfüllt. Wenn du dich allein oder isoliert fühlst, brauchst du die spirituelle Ruhe. Wenn du mit einer bestimmten Religion oder einem bestimmten Glauben verbunden bist, nimm dir die Zeit, um dich zurückzuziehen, nachzudenken und zu meditieren. Oder engagiere dich freiwillig für einen guten Zweck - alles, was dazu beiträgt, Perspektive und Kontext zu schaffen, ist gut für deine Seele.

 

Sensorische Ruhe

Wenn wir in einer geschäftigen Welt voller Geräusche, Gerüche und Texturen leben, schaltet unser Bewusstsein oft einen Teil unserer Wahrnehmungen aus, damit wir uns auf das konzentrieren können, was getan werden muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass unser Gehirn nicht immer noch versucht, sie zu verarbeiten. Schließlich können wir mit all den sensorischen Eingaben, die wir erhalten, überlastet werden. Wenn du den ganzen Tag an einem lauten Ort oder irgendwo mit blinkenden Lichtern oder vielen grellen Farben verbracht hast, oder wenn du einfach zu lange mit zu vielen Menschen zusammen bist, die versuchen, gleichzeitig mit dir zu sprechen, fühlst du dich möglicherweise von all diesen sensorischen Wahrnehmungen überfordert. Versuche, dich an einen ruhigen Ort mit minimalen sensorischen Ablenkungen zu bringen und atme mehrmals tief durch.

 

"Kümmere dich um deinen Körper. Es ist der einzige Ort, an dem du leben musst."

 

 Hier noch zwei Tipps für das Home-Office:

 

1. Mache während deines Arbeitstages regelmäßig Pausen

Mache anderthalb oder zwei Stunden deine Arbeit und konzentriere dich wirklich darauf. Wenn die Zeit abgelaufen ist [stell dir bei Bedarf einen Alarm], nimm dir einen Moment Zeit und entferne dich von deinem Bildschirm. Ziehe deinen Schultern gerade, strecke und dehne dich. Steh von deinem Stuhl auf, mach einen kurzen Spaziergang oder hol dir ein Glas Wasser. Dies wird dir helfen, geistig, kreativ und körperlich wieder Energie zu tanken.

 

2. Deaktiviere alle Benachrichtigungen

Die Pieptöne auf unseren Telefonen und Computern sind eine unerbittliche Quelle von Stress. Die meisten von uns benötigen Benachrichtigungen jedoch nur für Textnachrichten und Telefonanrufe. Schalte den Rest, einfach mal aus. Wenn du deinen E-Mail-Eingang häufig auf neue Mails überprüfen musst (ehrlich gesagt, wer muss das nicht?), versuche einmal, was ich als „Zeitblockierung“ oder „Snoozen“ bezeichne. Richte dir über den Tag verteilt drei bis fünf Zeiträume ein, um deine E-Mails zu lesen und zu beantworten. Auf diese Weise bekommst du nicht den ganzen Tag dieses Bing, Bing, Bing, was dazu führt, dass eine fortwährende Stressreaktion auftritt.